Milliardenschwere Spenden

Eine interessante Entwicklung ist zur Zeit im Gange. Vierzig Milliardäre rund um Bill Gates und Warren Buffett wollen die Hälfte ihres Vermögens Spenden. Doch während Amerikas Milliardäre voll hinter der Idee stehen, scheint die deutsche Geld-Elite weniger begeistert von der etwas marktschreierischen Aktion. Schwer zu sagen, welche Partei recht hat, die Argumente klingen beidseits schlüssig. Lassen wir uns also überraschen, welche Folgewirkungen die milliardenschweren Spenden hier in Deutschland haben werden. Ob freiwillige Abgabe oder Einzug via Reichen- bzw. Vermögenssteuer – ein paar Milliarden für die gute Sache würden uns hierzulande deutlich weiterbringen. Inwiefern als Motiv Altruismus hinter der Spendenaktion steht, dass lasse ich an dieser Stelle mal offen.

Freitag-Nacht Charity Aktion

Heute ist nicht nur Freitag, sondern auch Neujahrstag. Der ideale Tag für ein bisschen praktizierten Altruismus. Und passend zum Tag gilt es seine guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Grund genug für mich den Beitrag Charity at Fridaynite ins Web zu stellen, in der Hoffnung, dass daraus etwas Gutes und Sinnvolles entstehen möge. Falls sich einer meiner Leser hier bewogen fühlt, Ideen zum Projekt beizusteuern, so würde ich mich sehr freuen.

Tue Gutes und rede nicht darüber

Altruismus funktioniert normalerweise nach dem Motto “Tue Gutes und rede nicht darüber”. Ansonsten wäre die Handlung nicht wirklich uneigennützig. Und als ob das nicht schon schwer genug wäre, so richtig schwer und ärgerlich wird es, wenn man Gutes getan und nicht geredet hat – und einem dann Böses unterstellt wird.

Da platzt einem schon mal der Kragen. So wie Randolf Jorberg, ehemaliger Gulli-Board Betrieber, der nun nach dem Motto Tue Gutes und rede darüber zum Konter ausholt. Und das ist gut so.

Tentativer Altruismus

Manchmal verstehen sich Menschen, ohne sich jemals im wirklichen Leben begegnet zu sein. Die moderne Telekommunikation macht’s möglich. Man sieht, was der andere treibt und schreibt, zum Beispiel weil er ein Weblog führt und dort von sich und seinen Taten spricht, weil er in Foren diskutiert und hilft, weil andere gut über ihn reden oder weil man tatsächlich schon mal den Telefonhörer in die Hand genommen und sich mit ihm auf Distanz unterhalten hat.

Mit der Zeit glaubt man sein Gegenüber zu kennen, baut eine Art freundschaftliche Beziehung zum anderen auf und entwickelt auf dieser Basis die Beziehung weiter. Im Internet kann solch eine Beziehung zum Beispiel durch tentative Verlinkung gepflegt werden. Tentativ bedeutet laut Duden so viel wie “versuchsweise” oder auch “probeweise”. Beim Tentativen Verlinken spendiert man erst einmal probeweise ein paar Links und hofft, dass die Gegenseite es bemerkt und entsprechend generös zurücklinkt.

Das muss nicht sofort passieren, dazu muss man nicht hinterherkarten, man weiss einfach, dass der andere ähnlich denkt und sich revanchieren wird. Tentatives Verlinken im altruistischen Sinn erhofft sich ein gegenseitiges Verständnis, ein Geben und Nehmen zum Wohle aller, fordert es aber nicht. Denn im Falle der Forderung einer reziproken Verlinkung handelt es sich nur noch um reziproken Altruismus ;-)